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SUMMARY:Interaktiver Nachmittag: Siegel-Dschungel und Reparier-Werkstatt für Textilien
DESCRIPTION:Orientierung im Siegel-Dschungel\n\nAnhand ihrer Präsentation wirft Maria Hartmann einen kritischen Blick auf Textilsiegel und deren Bedeutung. Diese können im Anschluss diskutiert werden.\n\nMaria Hartmann ist aktiv in der Bildungsgruppe êpa!\n\n\nRepair-Werkstatt für Textilien\n\nNach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit in einer Reparier-Werkstatt im Weltladen  mitgebrachte Textilien gemeinsam zu reparieren und Makel auszubessern. Mit fachlicher Unterstützung von Stephanie Kleindopf vom Weidenhäuser Nähstübchen können\nmit einfachen Mitteln Risse und Löcher in Kleidung ausgebessert und auch Anregungen zum kreativen (Um)Gestalten mitgenommen werden… ganz ohne Nähmaschine.\n\nStephanie Kleindopf kommt aus dem Weidenhäuser Nähstübchen.
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SUMMARY:Vortrag "Afrika und der 2. Weltkrieg.  Zur Kriegswirtschaft in Afrika und den Folgen bis in die Gegenwart"
DESCRIPTION:Wie war Afrika am Zweiten Weltkrieg betroffen? Was sind die Folgen dieser Krieg für die Wirtschaft und Soziokultur in diesem Kontinent? Darüber referiert Birgit Morgenrath. Eine Diskussionsrunde erfolgt nach ihrem Vortrag. \nAfrika ist besonders betroffen von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs\, weil weite Teile des Kontinents noch unter Kolonialherrschaft bzw. Apartheidregimes  standen. Für den gesamten afrikanischen Kontinent sind die Folgen des Zweiten Weltkriegs verheerend und sind bis in die Gegenwart präsent. Der berühmte Historiker aus Burkina Faso Joseph Ki-Zerbo bezeichnet den Zweiten Weltkrieg als größten historischen Einschnitt für Afrika seit dem Sklavenhandel und der Zerstückelung des afrikanischen Kontinents bei der Berliner Kongo-Konferenz im Jahre 1884/1885. \nDie gängigen Angaben über den Beginn des Zweiten Weltkriegs (1. Sept. 1939) gelten nur für den Kontinent Europas. Der Zweite Weltkrieg begann in Afrika mit dem Überfall Italiens auf das unabhängige Land Äthiopien 1935\, bei dem ca. 150.000 Zivilist*innen allein in den ersten sieben Kriegsmonaten getötet wurden. Dort kam auch Senfgas zum Einsatz. \nAfrikanische Kolonialsoldaten mussten sich mit weniger Sold\, schlechteren Unterkünften und geringeren Rentenansprüchen als weiße Soldaten zufrieden geben. Selbst dieser geringere Sold sowie die versprochenen Prämien und Renten wurden oft nicht ausgezahlt\, was wiederrum zu Protesten der Soldaten bei ihrer Heimkehr führte. Viele wurden bei solchen Protesten massakriert und inhaftiert\, wie etwa im Senegal 1944 und in Algerien 1945. In Algerien selbst gilt der 8. Mai 1945 (Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa) als nationaler Volkstrauertag. Zehntausende Algerier hatten bei der Befreiung Europas mitgekämpft. Am diesem Tag wurden in Algerien Tausende Menschen von französischen Siedlern und Fremdenlegionären massakriert\, nur weil sie bei den Umzügen zur Feier des Kriegsende in Europa auch algerische Fahnen mit sich trugen und damit nach ihrem Einsatz für die Befreiung Frankreichs auch Freiheit und Unabhängigkeit für ihr eigenes Land forderten. \nNach der Befreiung Europas vom Faschismus forderten viele Kolonialisierte auch die Unabhängigkeit in ihren Ländern\, zumal 1941 der britische Premierminister Winston Churchill und der amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt die berühmte Atlantikcharta unterzeichnet hatten\, die den Kolonialisierten das Selbstbestimmungsrecht nach dem Kriegsende versprach. So folgte auf den Krieg ein Aufschwung der politischen Unabhängigkeitsbewegungen mit nachhaltigen Folgen bis in die Gegenwart. \nDie Kolonien der kriegführenden Mächte mussten zudem Nahrungsmittel für die kämpfenden Truppen\, Zwangsarbeiter*innen für die gesamte Kriegswirtschaft sowie Rohstoffe für die Rüstungsproduktion liefern. Oft hungerte deshalb die einheimische Bevölkerung. Das Uran für den ersten Einsatz von Atomwaffen in Japan durch die USA kam aus einer Uranmine in Belgisch-Kongo. Menschen in den Kolonien wurden sogar dazu gezwungen\, für Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft Geld und Lebensmittel zu spenden. \nAuch das NS-Regime bezog kriegswichtiges Material aus den französischen Kolonien in Afrika und Indochina\, die unter der Kontrolle des Kollaborationsregimes von Vichy standen. Die Nazis wollten nach der Unterwerfung Osteuropas zudem ein Kolonialreich in Zentralafrika erobern und über Nordafrika in den Nahen Osten vorstoßen. Auch Hunderttausende Jüd*innen in dieser Region mussten deshalb um ihr Leben fürchten. 1942 landete ein SS-Kommando in Tunesien\, das die Jüd*innen in Nordafrika und Palästina vernichten sollte und noch im chinesischen Shanghai sahen sich Zehntausende jüdische Flüchtlinge von Gestapo-Verfolgern bedroht. \nBirgit Morgenrath arbeitet als freie Journalistin und Moderatorin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk\, vor allem zu den wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Erster und Dritter Welt\, zu Geschichte\, Politik\, Wirtschaft und Umwelt in Südafrika sowie in anderen Regionen des südlichen Afrikas. Als Mitglied des Kölner Autor*innenkollektivs Recherchen International e. V. recherchierte sie zum Thema in West-\, Ost- und Südafrika und ist Ko-Autorin des Buchs und der Unterrichtsmaterialien Unsere Opfer zählen nicht. Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg.
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SUMMARY:Pepenadores - Müllsammlerfamilien in Mexiko
DESCRIPTION:Müllsammlerfamilien in Oaxaca \nIm Jahr 2014 lebten 2\,5 Millionen Bewohner_innen des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca in Armut. Besonders betroffen sind die Bewohner_innen der Slums\, die unaufhörlich vor den Toren der Großstädte wachsen und sich häufig in unmittelbarer Nähe von großen Mülldeponien befinden. Nicht nur der fehlende Zugang zu Bildung und Basisinfrastruktur\, sondern auch die gesundheitlichen Risiken und mangelnde Nahrungsmittelsicherheit zählen hier zu den größten Problemen. Oft ist das Sammeln und der Verkauf von verwertbaren Materialien die einzige Einnahmequelle der hier angesiedelten Familien. Da die meisten pflanzlichen Nahrungsmittel in unmittelbarer Umgebung der Müllkippe wachsen\, sind diese oft stark schadstoffbelastet\, was zu weiteren gesundheitlichen Risiken führt. \n Das Projekt \nUm diese Menschen zu unterstützen\, wird der in Marburg ansässige TERRA TECH Förderprojekte e.V. ab Sommer 2015 in Zusammenarbeit mit der mexikanischen NGO Solidaridad Internacional Kanda (SiKanda) 250 Müllsammlerfamilien unterstützen. Geplant ist das Anlegen von Gemüsegärten\, um das nachhaltige Wachstum von unbelastetem Obst und Gemüse zu sichern sowie die Einrichtung einer Green Library zur Vermittlung von Produktions- und Erntemethoden. Ziel des Projektes ist es\, die Nahrungsmittelunsicherheit in den Slums rund um die städtische Müllkippe von Oaxaca zu reduzieren. \n Die Veranstaltung \nUm einen Einblick in die Thematik zu bekommen\, wird ein kurzer\, von SiKanda gedrehter Film vorgeführt\, der das Leben der Familien in Oaxaca zeigt. Danach werden Mitarbeiter_innen der mexikanischen NGO und von TERRA TECH von ihren Erfahrungen in Oaxaca berichten und die Probleme\, Veränderungen und Möglichkeiten erläutern. Gerne stehen diese im Anschluss auch für Fragen zur Verfügung.
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SUMMARY:Giftige Chemikalien in der Textilproduktion - Vortrag von Hanno Groth
DESCRIPTION:Veranstaltungsreihe Textilien untragbar?! – Produktion\, Konsum und Alternativen \nBekleidung kommt während der Produktion mit unzähligen Chemikalien in Berührung. Weichmacher\, Flammschutzmittel\, Azofarben\, PFC\, Chlorbenzole\, Schwermetalle wie Chrom und Cadmium und vieles\, vieles mehr. Ein großer Teil dieser verwendeten Stoffe stellt eine große Gefahr für Umwelt und Gesundheit dar. Vor allem in den Herstellungsländern reichern sie sich in der Umwelt\, aber auch im menschlichen Körper an. Als Abwasser gelangen sie in den Wasserkreislauf. Die in vielen Ländern sowieso schon knappe Ressource Frischwasser wird so stark gefährdet. \nDer Großteil der globalen Textilproduktion findet mittlerweile in Asien statt. Aber natürlich stellen die Gifte auch ein Risiko für die Verbraucher*innen dar. Die Detox-Kampagne von Greenpeace fordert Modemarken und Textilindustrie zum Entgiften auf und zeigt\, dass es Alternativen gibt. Und die Kampagne hat Erfolg\, erste Marken haben sich bereits verpflichtet in Zukunft giftfrei produzieren zu lassen. \nDer Referent Hanno Groth ist aktiv in der Detox-Kampagne von Greenpeace
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