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SUMMARY:Veranstaltungsreihe Tourismus: Der Blick auf das Fremde
DESCRIPTION:Foto: „Die Eroberer“ (Copyright: Rosaly Magg)\nVortrag und Diskussion mit \nRosaly Magg\, informationszentrum 3. Welt (iz3w) \nDie Fremde im Sucher – Der fotografische Blick auf Reisen\n\nAuf vieles kann man auf Reisen verzichten\, nur selten auf den Fotoapparat. So gehört die Reisefotografie zu den beliebtesten Genres. Manche Kritiker vertreten die Position\, dass dabei vor allem ästhetische Klischees (re)produziert werden\, wie man sie etwa aus der Touristikwerbung kennt. Andere behaupten\, dass der Fotoapparat davor schützt\, sich auf das Fremde wirklich einzulassen. In jedem Fall geht es bei der Reisefotografie darum\, Erinnerungen festzuhalten\, Stimmungen einzufangen\, Menschen und „schöne Orte“ zu dokumentieren – und zu zeigen\, dass man „da gewesen“ ist. \nVielfältige Motive lassen uns auf Reisen zur Kamera greifen\, und manchmal geraten wir in peinliche Situationen\, stoßen auf Fotografierverbote und -tabus\, müssen uns mit rechtlichen wie mit moralischen Fragen auseinandersetzen\, ob man ein Foto machen darf oder nicht. Warum fotografieren wir auf Reisen? Wie nehmen wir die oder das Fremde wahr? Welche Fallstricke birgt das touristische Fotografieren? Und wie groß ist das Un-Behagen in den Kulturen\, wenn die Fremde(n) zum „Objekt“ werden? \nDas Eigene und das Fremde sind zwei Seiten derselben Medaille. Das Bild vom Selbst wird in Abgrenzung zum Anderen hergestellt – auch in der Fotografie. Und genau hier setzen exotistische\, sexistische und rassistische Projektionen ein: Sei es bei historischen Dokumenten aus der Kolonialzeit wie beispielsweise „Haremsphantasien“ oder bei stereotypen Bildern aus aktuellen Fernreisekatalogen\, die die „unberührte\, wilde Landschaft“ und das „jungfräuliche Entdecken“ immer noch als Grundsäulen des Tourismus stilisieren. Das touristische Fotografieren trägt bis heute koloniale Züge\, indem die Fotografierenden sich eine innerlich und äußerlich hergerichtete Welt aneignen\, als Beweis und Kontrolle des Dagewesenseins\, als Trophäe. \n  \nZur Person:\nRosaly Magg ist Germanistin und Ethnologin und arbeitet seit 2002 im informationszentrum 3. welt – iz3w – in Freiburg\, bis 2005 auch als Projektmitarbeiterin von FernWeh – Forum Tourismus & Kritik. FernWeh ging den Zusammenhängen zwischen Tourismus\, Kultur und Rassismus nach und beleuchtete die sozialen und ökonomischen Folgen der Erschaffung von Urlaubsparadiesen. \nAußerdem gibt sie regelmäßig Seminare am Institut für Völkerkunde an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Gender\, Migration\, Tourismus und Fotografie. \nIn Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen. Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.\nFür den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.
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SUMMARY:Veranstaltungsreihe Tourismus: Film "Blickwechsel - Sichtweisen auf deutsche Freiwillige"
DESCRIPTION:Dtl. 2014\, OmdtU \nRegie: Christian Weinert \nMeistens prägen nur die persönlichen Erfahrungen\, Erzählungen und Berichte von jungen deutschen Freiwilligen das öffentliche Bild von Freiwilligendiensten in afrikanischen Ländern. Aber was denken BegleiterInnen vor Ort über das Kommen und Gehen der deutschen Gäste? In der perspektivreichen Dokumentation schildern Personen in Südafrika\, Ghana und Gambia ihre Sichtweisen und Erfahrungen mit deutschen Freiwilligen. \nDer Film wird in Anwesenheit des Regisseurs Christian Weinert gezeigt werden\, der im Anschluss an den Film für Fragen bzw. eine Diskussion bereit stehen wird. \n  \n      \nIn Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.\nDie Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt und das Land Hessen.\nGefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.\nFür den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.
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SUMMARY:Veranstaltungsreihe Tourismus: Ökotourismus - Der schmale Pfad zum Naturschutz durch Naturgenuss
DESCRIPTION:Das Bild zeigt das oberste Stockwerk im Nebelwald von Monteverde in Costa Rica\, über das eine Brücke zwischen Baumriesen führt. Tourismus bringt hier viel mehr Profit als Rodung des Urwaldes und ist so Garant für die Bewahrung des Naturraumes.\nVortrag und Diskussion mit \nem. Prof. i.R. Dr. phil. habil. Ludwig Ellenberg (Geograph)\n \n„Naturschutz“ ist ein schwieriges Geschäft und benötigt Umsicht\, Wissen\, Naturverständnis und -liebe\, Zähigkeit\, Kontinuität\, Verantwortungsgefühl\, Konsumdrosselung\, Reduktion menschlicher Eingriffe\, Weitsicht. „Tourismus“ ist Übermut\, Gier\, Wachstum\, Egoismus\,\nPrivileg des materiell abgesicherten Teils der Menscheit\, Ausnutzen von sozial-politischen-ökonomischen Ungerechtigkeiten auf der Erde\, Umgestaltung des Globus\, gedankenlose Freude am Andersartigen. Naturschutz und Tourismus sind Kontrahenten\, und doch müssen diese Gegensätzlichkeiten sich aufeinander einlassen. Naturschutz benötigt Geld\, Tourismus liefert Geld. Tourismus – gebändigt\, kontrolliert und geleitet als Unterstützung für naturschützerische Vorhaben? Reisen durch attraktive Landschaften\, die Naturschutz mitfinanzieren und für die Bereisten neue Erwerbsmöglichkeiten öffnen – das ist „Ökotourismus“.\nMeist handelt es sich allerdings um Etikettenschwindel\, wenn Tourismus sich selbst lobt und als Heilsbringer für Naturschutz stilisiert. Der Vortrag stellt fünf positive Beispiele – nah und fern – dar\, wie Ökotourismus gelingt\, welches die Mechanismen des Erfolgs sind und wie sie auf weitere Reiseziele auf der Erde zu übertragen sind – und regt eine Diskussion darüber an.“ \n  \nZur Person: \nProf. Dr. Ludwig Ellenberg (* 1946) wurde durch sein Studium in Göttingen und Zürich Geograph:  Experte für Reliefentwicklung in Hochgebirgen und an Küsten\, Erschliessung von Peripherien\, Grenzen der Tragfähigkeit menschlicher Nutzung\, Kombination von Naturschutz und Tourismus. Forschungsprojekte und Entwicklungszusammenarbeit führten ihn in mehr als 70 Länder. In der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit mit den Tropen war er jahrelang für Naturschutzvorhaben verantwortlich. Seit 1980 ist er Professor für Physische Geographie\, bzw. Landschaftsökologie. Als Gutachter und Gastprofessor ist er seit seinem Ausscheiden 2011 aus der Humboldt Universität Berlin weiterhin weltweit tätig. \n  \n      \nIn Kooperation mit Arbeit und Leben Hessen.\nDie Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt und das Land Hessen.\nGefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.\nFür den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich. \n 
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SUMMARY:Wege in die Postwachstumsgesellschaft\, Vortrag von Alexis Passadakis
DESCRIPTION:Wachstumskritik erlebt eine Renaissance: Die Kombination von Finanzmarkt-Kapitalismus-\, Klima- und Energiekrise wirft die Frage auf\, ob jenseits von Konzepten ’nachhaltigen‘ Wachstums nicht eine Abkehr von einer auf Wachstum fixierten Wirtschaftspolitik nötig ist. In der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung wird Alexis Passadakis Grenzen des Wachstums und Triebfedern kapitalistischer Expansion analysieren. Als Ausweg aus diesem Dilemma werden Fluchtlinien einer solidarischen Postwachstumsökonomie skizziert und diskutiert\, wie ökologische Gerechtigkeit\, soziale Rechte und gutes Leben in Einklang gebracht werden könnten. \nAlexis Passadakis ist politischer Aktivist\, studierte Politikwissenschaften (M.A. Global Political Economy/Sussex) und arbeitet unter anderem zu den Themen Demokratisierung öffentlicher Dienstleistungen\, Wachstumskritik\, und Klimagerechtigkeit. \nVeranstalter: attac \, Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen\, Weltladen Marburg\, GEW\, DGB\, Micha Initiative\, Gartenwerkstadt\, Naturfreunde
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