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SUMMARY:Lesung mit Luiz Ruffato (Brasilien) und seinem Übersetzer Michael Kegler aus "Sonntage ohne Gott"
DESCRIPTION:TTZ\, Softwarecenter 3\, Marburg \n\n\n\nSonntage ohne Gott – Vorläufige Hölle\, Bd. 5\n\n\n\n»Sonntage ohne Gott« ist der fünfte und letzte Teil des Roman-Zyklus »Vorläufige Hölle«\, mit dem Luiz Ruffato brasilianische Literaturgeschichte geschrieben hat. Ein vielstimmiger\, zerrissener Chor aus zahllosen Einzelstimmen erzählt die Geschichte Brasiliens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive der Arbeitenden\, Besitzlosen\, Entrechteten. Der vorliegende Band ist der Schlussakkord dieser großen kollektiven Erzählung.Die Handlung spielt in den 1990er-Jahren. Es ist eine Zeit langsamer\, wenn auch fragiler gesellschaftlicher Konsolidierung. Die Diktatur hat sich aufgelöst\, die Wirtschaft stabilisiert sich und am Horizont zeichnet sich das 21. Jahrhundert ab\, das mit einem ökonomischen und demokratischen Aufschwung beginnen wird.Im letzten Kapitel des Buches begegnen wir erneut Luis Augusto\, genannt Guto – einem Alter Ego des Autors. Wenn auch geschieden\, verunsichert\, vielfach gescheitert\, überarbeitet\, ist er nun nicht mehr das schüchterne Kind aus dem armen Hinterland in Cataguases. Er hat studiert\, ist angekommen in São Paulo\, der urbanen Welt\, gehört zur Mittelschicht und spürt den pochenden Puls der Zeit.Der Roman schließt mit einer großen Metapher: Zum Jahreswechsel wartet Guto unter Tausenden Läufern auf den Startschuss zum traditionellen Silvesterlauf. Nach dem Start werden alle gemeinsam in eine Richtung laufen\, um die Vergangenheit endgültig hinter sich zu lassen.Der Roman wurde 2012 mit dem Premio Casa de las Américas ausgezeichnet.\n\n\n\n\n\n\n\nLuiz Ruffato war ursprünglich Journalist. Seit seinem ersten\, 2001 und 2010 in siebenter Auflage erschienenen Roman „Eles eram muitos cavalos“ (deutsche Ausgabe: „Es waren viele Pferde“\, 2012)\, gilt er als einer der wichtigsten zeitgenössischen brasilianischen Schriftsteller. 2003 beendete er seine Tätigkeit als Journalist\, um seitdem ausschließlich als Schriftsteller zu arbeiten. In der Tagespresse ist er allerdings weiterhin als Kolumnist und Kommentator tätig\, so zum Beispiel von 2013 bis 2018 mit einer wöchentlichen Kolumne in der brasilianischen Ausgabe von El País  \n\n\n\nZusammen mit Ana Maria Machado war Luiz Ruffato 2013 literarischer Eröffnungsredner der 65. Frankfurter Buchmesse 2013 mit dem Ehrengastland Brasilien. Seine couragierte Eröffnungsrede\,  die auch die offenen Wunden der brasilianischen Gesellschaft thematisierte\, sorgte international für Aufsehen. 2016 erhielt er gemeinsam mit seinem Übersetzer Michael Kegler den Internationalen Hermann Hesse Preis. Am 2. Mai 2019 hielt er in der Volksbühne in Berlin die „Democracy Lecture“ der Blätter für deutsche und internationale Politik zum Thema „Brasilien\, ein neuer Faschismus?“ \n\n\n\n \n\n\n\nMichael Kegler ist Übersetzer aus dem Portugiesischen\, Herausgeber und Literaturkritiker. Neben Luiz Ruffato hat er u.a. José Eduardo Agualusa\, Paulina Chiziane\, João Paulo Cuenca und Gonçalo M. Tavares übersetzt. Seit 2001 betreibt er die Rezensionswebsite Nova Cultura für Literatur und Musik aus den portugiesischsprachigen Ländern Angola\, Brasilien\, Kapverde\, Guinea-Bissau\, Mosambik\, Portugal\, São Tomé e Príncipe sowie Timor Lorosae. Er ist Mitglied im Vorstand der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika\, Asien und Lateinamerika. \n\n\n\n \n\n\n\nEine gemeinsame Veranstaltung mit Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V. und Semana Latina e.V.
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