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APROLMA

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“Ein gutes Leben bedeutet für mich Gesundheit, den eigenen Anbau von Essen und ein Haus zu haben. Wir leben nicht im Luxus, aber gut.”

Dilcia Vasquez (APROLMA)

APROLMA ist eine junge Vereinigung von Kaffee produzierenden Frauen in Marcala/ Honduras. Das Kaffeeanbaugebiet gehört zu den besten in Honduras und liegt im Hochland im Bezirk La Paz. APROLMA hat sich 2013 gegründet, wobei von den 39 Gründungsfrauen 30 vorher bei Comucap organisiert waren, die zuerst den Kaffee für den Elisabeth-Kaffee produziert hatten. Die rasche Entwicklung von APROLMA ist auch von anderen Kaffeekooperativen in Marcala unterstützt worden. So konnte APROLMA schon 2014 die Bio-Zertifizierung für ihren Kaffee erreichen. 2015 folgte dann die FLO-Zertifizierung als Nachweis, dass APROLMA die Bedingungen des Fairen Handels erfüllt.

79 Frauen sind aktuell Mitglied bei APROLMA. Mitglied können dabei ausschließlich Frauen werden, die selbst eigenen Kaffee anbauen. Dabei sind die Kaffeegärten der Frauen relativ klein. So besitzen sie zwischen einem und fünf Manzanas (das sind zwischen 0,7 und 3,5 ha). Diese dienen neben dem Kaffeeanbau auch der Selbstversorgung. Gerade in Pandemie-Zeiten und den durch Klimawandel veränderten Anbaubedingungen hat sich gezeigt wie wertvoll der Anbau von Mischkulturen ist, um die Pflanzen zu schützen und zur Ernährungssouveränität der Menschen beizutragen.

Seit 2019/2020 besitzt APROLMA auch eine eigene Weiterverarbeitungsanlage, sodass die geernteten Kaffeekirschen direkt weiterverarbeitet werden können. Dies stärkt die Unabhängigkeit der Organisation und sorgt perspektivisch für die Senkung der Weiterverarbeitungskosten.

Über die Produktion von Kaffee hinaus haben 14 Frauen, die größtenteils auch Mitglied von APROLMA sind in der kleinen Stadt Chinacla in der Nähe von Marcala die Frauenorganisation MUJALE gegründet (MUJALE: Mujeres Emprendedoras al Éxito). Diese Organisation versteht sich als Produktionsgemeinschaft, die Aloe Vera anbaut und als Gel verkaufen und zu Creme, Shampoo, Saft und Kompott weiterverarbeiten. Auch Früchte werden zu Marmeladen, Saft und Wein weiterverarbeitet und verkauft und tragen so zur Verbesserung des Familieneinkommens bei.

Nächstes wichtiges Ziel von APROLMA ist die soziale Arbeit zu intensivieren. Frauen in Not intensiver beraten zu können und sich mit dem immer stärker werdenden Problem von Teenagerschwangerschaften zu beschäftigen. Hierzu fehlt ihnen bisher noch ein fester Standort, wie etwa ein Frauenhaus. So ist eine wichtige Strategie von APROLMA die Einnahmen über den Kaffeeverkauf so zu steigern, dass sie möglichst unabhängig ihre soziale Arbeit finanzieren können, und um nicht so sehr von Spenden und Projektgeldern abhängig zu sein.

Menschen betrachten Kaffeejungpflanzen, im Hintergrund Landschaft im Hochland von Honduras
Landschaft im Hochland von Honduras, Foto: Weltladen Marburg
Mitglieder von APROLMA
Mitglieder von APROLMA, Foto: APROLMA
Frauen von APROLMA zeigen am Internationalen Tag "Nein zu Gewalt gegen Frauen" eine Flagge mit der Forderung: "Vivir libremente"
APROLMA fordert “Nein zu Gewalt gegen Frauen”, Foto: APROLMA