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Chiles extraktivistisches “Entwicklungsmodell”

November 24 | 18:00 20:00

Online via Zoom

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Online-Vortrag und Diskussion mit Nina Schlosser (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und Universität Wien)

Chile besitzt das höchste Pro-Kopf-Einkommen auf dem lateinamerikanischen Kontinent. Und gleichzeitig ist es eines der sozial ungleichsten Länder der OECD. Während ein Prozent der Bevölkerung so viel besitzt wie ein ganzes Drittel, bewegt sich ein noch größerer Teil unterhalb der ökonomischen Armutsgrenze. Und diese eklatanten Ungleichheiten sind institutionell abgesichert. Denn in der aktuellen Verfassung, die noch aus der Zeit der Militärdiktatur (1973-1990) stammt, sind Bildung, Gesundheit, Altersvorsorge, ja sogar Wasser (fast) vollständig privatisiert. Ökonomische Interessen stehen somit noch vor der Sicherung sozialer, politischer oder kultureller Rechte und begünstigen insbesondere die Eliten des Landes. Diese dominieren auch die Wirtschaft, die auf dem Export von Rohstoffen wie Lithium, Kupfer oder Holzchips beruht. Für die Abkehr vom extraktivistischen „Entwicklungsmodell“ kämpft ein breites Bündnis aus sozialen Bewegungen, das sich der Rückendeckung der linken Regierung gewiss sein kann. Gemeinsam sind sie (erst mal) am verlorenen Referendum am 4. September gescheitert, aber der Prozess und Kampf für ein Gutes Leben ist noch lange nicht beendet.

Nina Schlosser forscht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin/ Universität Wien zur Ressourcendimension der Elektro-Automobilität und untersucht in diesem Zuge den chilenischen Lithiumsektor. Sie ist Mitglied des Graduiertenkollegs Krise und sozial-ökologische Transformation der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Programm Veranstaltungsreihe Chile – Zwischen Aufbruch und Resignation herunterladen (November 2022 – Januar 2023)https://www.weltladen-marburg.de/wp-content/uploads/2022/10/2022_Flyer_Chile_web.pdf

In Kooperation mit Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V., Arbeit und Leben Hessen, Arbeit und Leben Marburg und vhs Marburg

Die Veranstaltungen werden gefördert durch Brot für die Welt, den Katholischen Fonds und das Land Hessen. Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ. Für den Inhalt ist allein die Initiative Solidarische Welt verantwortlich.

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