In der hiesigen Öffentlichkeit besteht nur wenig Bewusstsein dafür, dass Kamerun bis 1919 eine deutsche Kolonie gewesen ist und danach bis zur formalen Unabhängigkeit unter französischer (und in Teilen britischer) Mandatsherrschaft stand.
Für uns ein wichtiger Grund, sich in einer Veranstaltungsreihe mit der sozialen, gesellschaftlichen und ökonomischen Situation in diesem postkolonialen Staat zu beschäftigen. Viele der aktuellen Probleme und Strukturen haben ihre Wurzeln in der Kolonialzeit. So entstand damals die Ausrichtung der Wirtschaft
auf den Export weniger agrarischer Rohstoffe wie Kaffee oder Baumwolle, die in Monokultur angebaut werden. An dieser Struktur hat sich bis heute wenig geändert, was jetzt z.B. die Anpassung an den Klimawandel in einem Land erschwert, das besonders anfällig für dessen Auswirkungen ist.
Aber was sind eigentlich die Visionen der kamerunischen – meist jungen – Menschen für ihr Land? Wie nimmt die kamerunische Diaspora in Europa ihr Land wahr? Die Veranstaltungsreihe ermöglicht so einen anderen und neuen Blick auf Kamerun!

